Die Veranstaltungsreihe ist wieder ON TOUR. Schwerpunkt der Vorträge ist im engen wie weitem Sinne Europa. Die Veranstaltung wurde im Rahmen der Europawochen der Hanse- und Universitätsstadt organisiert.
Diese Veranstaltung wird unterstützt vom Fachbereich Internationales der Hanse- und Universitätsstadt Rostock.
Der Eintritt ist frei.

Die Vorträge
Dr. Franziska Koch & Dr. Jessica Schwerdtfeger (FBN Dummerstorf)
„Doppelte Ernte: von Strom und Wolle – wie können wir Agrarsysteme in Europa verändern?“
Das EU-Projekt „Sage“ und seine Partner
Photovoltaik stärkt die regionale Energieversorgung und macht unabhängiger von Krisen, konkurriert jedoch mit landwirtschaftlicher Flächennutzung. Eine mögliche Lösung ist die Beweidung von Solaranlagen durch Schafe, die zugleich Biodiversität fördert.
Ein europaweites Projekt erforscht diese Doppelnutzung mit dem Ziel nachhaltigerer und klimafreundlicher Systeme, auch mithilfe neuer Technologien wie virtuellen Zäunen. Franziska Koch und Jessica Schwerdtfeger vom FBN Dummerstorf untersuchen dabei Tierwohl und präsentieren ihre Arbeit bei „Wellenlänge Wissenschaft ON TOUR“.
Franz Weingärtner (AUF Uni Rostock)
„Nährstoffe im Kreislauf halten: Was Agroforstsysteme für Europas Landwirtschaft leisten können“.
Klimawandel, Artensterben und Wetterextreme setzen Europas Landwirtschaft unter Druck. Agroforstsysteme – also die Kombination von Gehölzen und landwirtschaftlicher Nutzung auf derselben Fläche – gelten als vielversprechender Ansatz, um Böden zu schützen, Wasser besser zu speichern und die Biodiversität zu fördern.
Doch wie praktikabel und wirtschaftlich sind solche Systeme? Franz Weingärtner, Doktorand an der Universität Rostock, gibt in seinem Vortrag einen anschaulichen Einblick in die Agroforstwirtschaft. Er zeigt Chancen und Herausforderungen auf und erklärt, welche Rolle die EU-Agrarpolitik dabei spielt.
Jakob Tonier (AUF Uni Rostock)
„ Die Bedeutung von Recyclingdüngern zur Pflanzenernährung – aktuelle Problemstellungen der ökologischen Landwirtschaft in Europa“
Die ökologische Landwirtschaft ist auf zertifizierte Düngemittel angewiesen, um den Nährstoffbedarf der Kulturpflanzen zu decken. Besonders viehlose Betriebe, die nicht auf eigene Wirtschaftsdünger zurückgreifen können, stehen dabei vor Herausforderungen. Dieses ist eines der Themen, die 20 Partner aus 8 Ländern im Rahmen des EU-Projektes Bio2 untersuchen. Bisher wurden alternative Düngemittel aus Recyclingmaterialien in einem Gefäßversuch an vier Fruchtarten getestet. Im Herbst folgen Feldversuche unter praxisnahen Bedingungen.
Jakob Tornier zeigt anhand der Forschung zu seiner Dissertation, wie alternative Düngemittel wirken können und hat verschiedene Sorten als Anschauungsmaterial dabei.


